BIOLOGIE LEISTUNGSKURS

(Herr Kisch, 1. & 2. Sem.)

Durch den Lehrer hatte dieser Leistungskurs ein sehr hohes fachliches Niveau. Man konnte noch so viele, noch so dusselige Fragen stellen, Herr Kisch hat sie mit einer Seelenruhe beantwortet. So verbrachten wir öfters die Stunden nur mit Fragen. Das darf aber nicht über den hohen Anspruch hinwegtäuschen. Nach der ersten Klausur waren alle erstmal ziemlich geplättet. Mit der Zeit wußten wir aber, wo's langgeht und wie man zuhause mit Büchern arbeitet, denn Bücher hatten im Unterricht wenig zu suchen. Wozu auch, Herr Kisch hatte immer sehr anschauliche Methoden, uns die Welt der Chromosomen sowie Archaeopteryx & Co. näherzubringen. Durch viel Praxis wurde auch die Kameradschaft innerhalb des Kurses bis auf Ausnahmen ganz gut,uns es war schade, daß die Bio-Kurse nach dem 2.Semester zusammengelegt wurden. Schüler: Justus Heratsch, Henriette Heß, Paris Konstantinidis, Heike Müller, Jens Kroll, Nino Rahy, Alexander Stielau, Arzu Türkücü, Simone Scholz, Manuela Kilk

Manuela Kilk

BIOLOGIE LEISTUNGSKURS

(Frau Tochtermann,3. & 4. Semester)

Das Problem war, daß neun von vierzehn Leuten aus dem ehemaligen Leistungskurs von Herrn Kisch kamen und etwas Anderes gewohnt waren, als Texte aus Büchern zusammenzufassen, jedes Thema dreimal durchzukauen und auf Fragen oft zu hören: "Also, das weiß ich jetzt gar nicht" bzw. "Das gehört nicht hierher!". Dadurch war das Klima im Kurs nicht das beste. Hinzu kamen noch Privatkriege zwischen manchen Leuten, die oft für Negativstimmung sorgten. Zeitweise war aber Frau Tochtermann gut drauf und dann hat's wirklich Spaß gemacht. Ich denke da an die Erzählstunde nach ihrem Waldeinsatz und an Versuche mit Metronom. Luftzug, Zitronen etc.

Schüler: Jana Stubenvoll, Nicole Weichert, Katrin Scheidecker, Alexander Stielau, Justus Heratsch, Paris Konstantinidis, Arzu Türkücü, Simone Scholz, Nino Rahy, Jens Kroll, Daniela Scheideck, Heike Müller, Manuela Kilk, Stefanie Schütz

Manuela Kilk

Kisch:

"Lassen Sie sich diesen Gedankengang mal auf

ihren Gehirnzellen zergehen ..."


 

CHEMIE LEISTUNGSKURS

(Herr Horbat)

Es war einmal ein, nein nicht ganz normaler Tag. Dunkle, tiefhängende, bedrohlich wirkende Wolken kündigten Gefahr an. Es war genau der Tag, an dem Alchemus Horbatus seine Zauberlehrlinge des Chemieleistungskurses um sich versammelte, um sie in die wundersamen Vorgänge der Chemie einzuweisen. Von diesem Tag an ging bei Eckners das Grauen um.

Aus den verwegenen Räumen der Chemie drangen des öfteren Nebelschwaden von grün-gelben Wolken, und es stank fürchterlich. Von den Lehrlingen hörte man dann nur Gelächter und Gekicher; sie amüsierten sich köstlich über gelungene und mißlungene Versuche, unter deren Folgen die gesamte Schülerschaft leiden mußte.

Der Meister Horbatus wies seine Lehrlinge oftmals zu Ernsthaftigkeit an, was sie aber aber nicht befolgten. Zum dritten Semester durfte die Schule für eine

Woche aufatmen, denn der Kurs fuhr zur Weiterbildung nach München. Vom Verlauf der Fahrt gibt. es keine genaueren Schilderungen,außer verschiedener Meldungen in örtlichen Zeitungen. So konnte man Schlagzeilen lesen, wie:

"Deutsches Museum durch Berliner Schüler in Angst und Schrecken versetzt "... Einmal wurde von der Geschichte eines Staßenbahnfahrers berichtet, den sieben vermummte, kichernde Gestalten und ein Lehrer durch dauerndes Stempeln der Fahrkarten in den Wahnsinn trieben. Ob das die Folgen der Chemiefahrt sind, ist nicht bewiesen, aber sicher.

Nach dieser Fahrt fielen die Lehrlinge in tiefes Brüten für die Abiklausuren. Nach den schriftlichen Prüfungen begann das Brodeln im dritten Stock von Neuem. Im Juni dann schloßen die Lehrlinge mit den mündlichen Prüfungen ihre Ausbildung bei Eckners ab.

Seitdem scheint die Gefahr aus dem dritten Stock gebannt zu sein, aber man weiß ja nie, oder ???

Horst Klaffke

 


 

DEUTSCH LEISTUNGSKURS

(Herr Kieling)

Da ich nicht viel Zeit habe - ja, man hat's schon schwer als Abiturient - werde ich mich wohl kurzfassen müssen.

Unser intellektueller Elitekurs war der kleinste dieses Jahrgangs C9 Leute)(Physik- ebenfalls 9 Leute, jedoch alle männlich, d. Red.) und wahrscheinlich schon seit seiner Entstehung der faulste. In den ersten 2 Semestern in denen wir bei Kieling Unterricht hatten, kristallisierte sich unsere Grundhaltung deutlich heraus: Wenn wir keine Lust hatten (und das war der Normalzustand),versanken wir in kollektives Schweigen und überhörten alle gestellten Fragen geflissentlich.

Nicht ganz unschuldig an diesem, unserem Klima waren wahrscheinlich die supermegariesenlangen Texte von Hans Magnus Enzenberger, mit denen wir bevorzugt bombardiert wurden. Ich zitiere:" Ökonomisch geht der Entwicklung jeder Herrschaft die primäre Akkumulation vorraus."(Aus: Bewußtseinsindustrie). Interessant wurde dann das 2. Semester, in dem wir uns mit old Don Carlos befaßten und zwar solange, daß er uns auch im letzten Schuljahr nicht losließ und immer wieder ins Spiel kam.

Unvergessen wird wohl auch das 1. Semester bleiben, wo wir Gelegenheit hatten, uns über eine des Mittelhochdeutschen kundige Referendarin zu beölen. Wir sind ihr (sie schlug übrigens vor, Mandarine in 'Fraudarine' umzubenennen: ja, so eine

war sie) ziemlich auf den Keks gegangen, jedenfalls erschien sie überhauht nicht zu ihrer Prüfung. Was'n Spaß! Tja, und zum 3. Semester wechselten wir dann zu Frau Zenk. Bei den Diskussionen (sowohl den Unterricht als auch die Noten betreffend) ging es heiß her - manche der ca. 10000 Wälzer, die wir in diesem Jahr lasen,

wurden mitleidlos verrissen: "Dieses Buch ist eine absolute Null!" (Hallo David!) Naja wie es so ist,gegen Ende des 4. Semesters waren unsere geistigen Reserven fast völlig erschöpft, und wir begannen uns mit hochinteressanten Themen wie verfaulten Bananen in Lehrertaschen und der Aufstellung von Kondomautomaten in Schulen zu beschäftigen. DAS ist doch mal lernen fürs Leben!

Weil mir nun nichts mehr einfällt, zitiere ich zum Schluß aus Don Carlos: "Die schönen Tage bei Eckeners sind nun zu Ende. C...) Wir sind vergebens hier gewesen."

Mitstreiter: Jana Stubenvoll, Nicole Weichem,Ulrike Reichert, Katrin Scheidecker, Daniela Scheideck, David Haardecke, Thomas Schneider,Katrin Grothstück, Steffi Schütz

Katrin Grothstück

 

Kieling beim Fernseher-Anschalten:

"Hier is´ja noch´n Kabel! Na, wir

stöpseln einfach alles ein, was da ist!"


KUNST LEISTUNGSKURS

(Herr Beck 1. & 2. Semester, Frau Klitsch 3. Semester, Herr Mostowski 4. Semester)

Der lange und ungewisse Weg des Kunstleistunkskurses

Voll Zuversicht auf die kommenden vier Semester, begannen im September 1988 vierzehn junge Künstlerinnen und Künstler unter der Leitung von Herrn Beck, ihr malerisches Talent unter Beweis zu stellen. Die Zukunft schien gesichert, vier Semester ein Lehrer, schien ein Vorteil zu sein. So ging man dann also an die Arbeit, mit Pinselstrichen, Collagen und Zeichnungen warben sie um die Gunst der guten Zensuren. Doch die Ansprüche waren hoch, und die Leistungen gering (angeblich). 10 Punkte war die beste Note. Aber mal davon abgesehen ist Architekturgeschichte nie langweilig. Inzwischen kann wohl keiner der Anwesenden mehr ahnungslos durch die Straßen laufen, ohne durch geschulten (!) Blick, die' Fassaden der Bauwerke schon fast automatisch zu analysieren. Gut trainiert ging es dann im Juni 1989 auf Kursfahrt. Ja, und wohin wohl? Wo fährt der KunstLK hin? Nach Florenz, ins Zentrum der Alt-Kunst: Bildungsfahrt, die als Erholungsfahrt wohl das schönste am Unterricht war. Mitten ins Chianti-Weinanbaugebiet. Am interessantesten ist immernoch die Kunst des Wein-Trinkens ... Gut ausgenüchtert und entkatert verlief auch das zweite Semester (Design) eigentlich ohne Zwischenfälle. Nur daß sich Herr Beck entschloß von der Schule zu gehen. Wer übernimmt jetzt den Leistungskurs? Mit angekündigter "demokratischer Abstimmung", dann allerdings doch ohne wurde Frau Klitsch unsere neue Kunstlehrerin, da sie sich schon auf der Kursfahrt bewährt hatte. Mit viel Gefühl und Herz beriet sie uns alle im dritten Semester (Malerei), damit wir die Farbe auf möglichst stilvolle Art und Weise auf die Leinwand brachten.(Die Ergebnisse waren dafür Ende des vierten Semesters

auch um so erstaunlicher. Nie hätte man gedacht, fertig zu werden!!!)Es begann schließlich die Zeit, daß aus Spaß Ernst wurde, und wir mit den Abithemen zwar zufrieden waren aber nicht fertig wurden. Frau Klitsch erkrankte dann in der Zeit und wurde krankgeschrieben. was die Vermittlung des Lehrstoffes unmöglich machte. Dazu kam noch, daß inzwischen die Noten fürs schriftliche Abitur bekannt wurden, und die wenigsten richtig zufrieden waren. Die Lösung und zugleich dritter Lehrer in zwei Jahren (waren wir wirklich so schlimm?) war dann Herr Mostowski. Mit überzeugenden Analysen und kleinen Aufheiterungen brachte er nochmal etwas Schwung in den ohnehin schon langsam zuendegehenden Schulalltag des vierten Semester (Visuelle Kommunikation), aus dem schon seit langem die Luft rausging. Das war dann auch schon das Ende, nachdem die mündlichen Prüfungen unter "idealen Bedingungen" mit drei unbekannten Lehrern über die Bühne gebracht wurde.

Die Leistungskurs-Zeit begann so eigentlich ganz gut, doch trotz der Ungewißheiten und Unbestimmtheiten, die auf uns zukamen, haben wir's bestens überstanden. Dank auch an alle die, die Rücksicht auf unsere verzwickte Lage genommen haben. Trotz Schwierigkeiten war die Zeit echt schön und wird uns allen wohl noch lange im Gedächtnis bleiben.

Künstler: Brigitte Fassunke, Annette Fröhlich, Anja Hollik. Martin Hübner. Birgit Körben, Imke Mehlhorn, Myriam Posen. Anja Röding, Marion Thiel. Susan Wunderlich. Christian Blödorn, Iris Kulinna, Ines Dittner, Roland Riethmüller

Roland Riethmüller

 


 

PHYSIK LEISTUNGSKURS

(Herr Gießhammer)

Man sieht einen über und über mit Versuchsaufbauten und Meßgeräten beladenen Tisch. Dazwischen wuselt leicht hektisch ein Wesen, welches vielleicht einmal einen vollen Haarschopf trug, herum und stellt an allen Knöpfen und probiert an vielen Steckern herum, bis es (durch Anfassen) mit der Bemerkung "Oh,da war ja noch Strom drin!" feststellt, daß der Fehler an der noch angelegten 20 kV-Versorgung lag.

Hier handelt es sich jedoch nicht, wie man vermuten könnte, um einen satirischen Science-Fiction-Film, sondern um eine ziemlich gewöhnliche Stunde im Physik-Leistungskurs von Herrn Grießhammer.

Es fing 1988 im ersten Semester mit einer Gliederung des Bereiches Physik an. Ausführlich wurde erzählt, was im 1. und z. Semester für Themen anstehen, wie lange jedes zu behandeln ist usw. (wobei zu sagen ist, daß wir theoretisch immer in Zeitnot waren). Nachdem uns 1989 (Anfang 3. Semester) Herr Grießhammer wieder genauestens erklärt hat (incl. mehrere Kopien), wie der Rahmenplan aussieht, merkten wir, daß wir als gut zusammenarbeitende Physikgruppe schon im 3. bzw. 4. Semester angelangt waren. Geändert hat sich nicht viel, jedoch ist die (beabsichtigte?) Wandlung der Beziehung Lehrer/Schüler absolut bemerkenswert (von neutral, teilweise durch seine miese Stimmung recht schlecht hin zu sehr gut!). Ebenfalls interessant

 

ist der "Grießhammer'sche Bonuspunkt", der zu den Semesterzensuren hinzuaddiert wird:

1. Semester: - 2

z. Semester: - 1

3. Semester: 0

4. Semester: 1

Den krönenden (?) Abschluß des Leistungskurses bildete wohl der Absturz einer 1 kg-Kugel vom 2 Stockwerk ins Erdgeschoß während des Aufbaus zum Foucault 'schen Pendel von der Chemie bis zur Erdkunde-Bücherei.

Bastelgruppe: Nils Kulinna, Oliver Dänisch, Torsten Friebe, Norton Höppner, Hrvoje Dugalic, Andreas Discher, Detlef Dürr, Torsten Krafcinski,Björn Grothkast

Björn Grothkast

 


 

P W LEISTUNGSKURS

(Frau Kühn 1. & 2. Semester,

Herr Schmidt, 3. & 4. Semester)

Herr Schmidts Unterricht hebt sich dadurch wohltuend von anderen ab, daß er ihn nicht so fanatisch durchzieht wie etwa Frau Wetzel oder Herr Kisch (oder ... oder ... oder ...!), die, besessen von der Materie, nicht selten die Pause kürzen, um ihr 45-Minuten- Programm durchzuboxen. Getreu seinem Motto "Wir machen das schon!" (O-Ton Schmidt) vermittelt er uns den Plansoll durch skurrile Tafelbilder und eine nicht 'enden wollende Reihe von Filmen so kompakt und die Message derart auf ein Minimum reduziert, daß sogar nur sporadisch erscheinende Schüler nie den roten Faden verlieren. Und so kamen wir im vierten Semester sogar noch zu einer Kursfahrt. "Rambo, Tarzan und King Kong", ein politisches Seminar über Afrika, unvergessen nahegebracht vom Seminarleiter Alfons, "Alf, der

weilte Neger" genannt, weih es die Tragödie seines Lebens war, nicht als Schwarzer geboren und so um die Karriere eines Martin Luther Kings oder Nelson Mandelas gebracht worden zu sein. Weshalb er nun seine Profilneurose im Seminar austobte, was dazu führte, daß wir uns in die Schule zurückversetzt fühlten ...

Mitwirkende: Doko Bentürk, Thomas Bordasch, Nuray Bozkurt, Robert Dahlke, Marek Golumbiewski, Irene Hassel, Kostas Kandilakis,Olaf Mundt, Robert Reimann, Britta Schön,Anouschka Urrejola, Dirk Wagner, Yvonne Weber, Markus Weiß

Anouschka Urrejola

 


 

ENGLISCH LEISTUNGSKURS

(Frau Jäger 1. &2. Semester,

Frau Horbat 3. & 4. Semester)

Diese Notiz, es wäre zu hoch gegriffen von diesem Geschreibsel als "Artikel" zu reden, soll nun also von 13 Leuten berichten, die es geschafft haben 4 Semester Englisch LK, davon 2 Semester Frau Jäger relativ unbeschadet (zwar mit vermindertem Wortschatz, aber immerhin) zu überstehen.

Die Begeisterung über Themen des 1. Semesters (vor example, ähm ja, räusper ... four Kinds of discourse: descriptive, expository, hemmingwaysive, narrative, argumentatife) hielt sich in Grenzen ... (bis auf

Ophe und Ela, die äußerst angetan von Hemingways Schreibstil in seinem Nobelpreisgekrönten Buch "The old man and the sea" waren).Und so ging , nach dem zerpflücken von Amanda (namely mother of Laura and Tom) aus der Glasmenagerie und dem von Dirk so geliebten "sensetive father" aus dem Miller-Buch "All my sons", tatsächlich das erste / oder war's auch das zweite, Semester zuende. Der Unterricht von Frau Jäger, bei dem sie mit Abwesenheit von Christiane Überall oder Franziska schon mal rechnen mußte, wurde so interessant gestaltet (actual problems in Northern Ireland / 15392 Battle of the Bogne), daß auch die tapfersten Kämpfer/innen in den tiefsten Schlaf fielen.

Schwarz:

"All animals are equal; They belong to the pigs,they´re more intelligent!"

Durchs Verteilen von vielen Referaten, wie Dagmars 23. (everyone his/her own!), hielt sich unsere LK-Lehrerin den Restunterricht vom Leibe. So glänzte Conni mit einem report von "cat an a hat tin roof" oder Larsi looste mit seiner Besprechung von "Catcher in the Rye". 1989/90 schien sich das LK-Blatt dieses langsam auf Null-Niveau gesunkenen Kurses zu wenden ... Silent Sandra und Theresa schienen unter der neuen "Führung" von Frau Horbat aufzuwachen. Aber die Verfasserin wählt ihre Worte richtig, "sie schienen ... aufzuwachen". Selbst Mass Media in Britain lockten uns nicht so hinterm, von Frau Jäger warm zurückgelassenen Ofen hervor. Da trugen auch.Referate, wie das genial Wall Street Short Report von Henriette und mir nicht viel zur Abwechslung bei. Endspurt 4. Semester, nochmal ranklotzen? Aber warum mit Short Stories die nobody, wirklich nobody, selbst nicht Lars Löhn versteht. (I WANT TO KNOW WHY?) So verlebten wir den Semesterrest vor 3/4-gefüllten Bäuchen mit dem watchen von Horror-Shop-Geschichten oder Muppet-Shows. War's das, and what's the conclusion??

Christiane May

 


 

MATHEMATIK LEISTUNGSKURS

(Herr Sehoene)

Der Höhepunkt der zweijährigen unerbittlichen Mathematik-Quälereien bei Herrn Schoene war der Platz unter der Sonne (die glückliche Wahl des dritten Stocks), um den Beweisformeln unseres lehrenden Mathegenies zu lauschen. Dort oben lebte die so unscheinbare Person zu einem wahren Gott der Mathematik auf. Bei wochenlanger Beweisführung, wo kaum noch ein Kursteilnehmer wußte, was zu beweisen war, behielt unser wandelndes Mathe-Lexikon mit göttlicher Sicherheit den Überblick.

Sollte doch einmal die Rechnung ins stokken geraten, so lag das nicht am fehlenden Wissen unseres Meisters, sondern eher daran, daß der Buchstabenvorrat vorläufig aufgebraucht war. Doch schnell wurden uns Schülern bisher unbekannte griechische Buchstaben gefunden, die das Weiterrechnen ermöglichten. Doch wie so oft bei Halbgöttern fehlte manchmal der Kontakt zur Basis. Was dann seltsame Arten des Zeitvertreibs hervorrief. So fingen einige an, ihren Taschenrechner zu behämmern, um innerhalb von 30 Sekunden das höchste Ergebnis zu erlangen (Rekord von Nils liegt bei 232). Die Tischmalerein von Martin, die bei vollendetem Werk eine Länge von ca. 2,41 m erreichten, bescherten jedem von uns ein persönliches Weihnachtsgeschenk vom Zeichner.

Doch wer denkt, dieser Kurs hatte nur diese beiden Seiten, irrt sich. Herr Schoene schaffte es immer wieder, uns aus einem Stimmungstief nach zweiwöchiger Beweisführung durch ermunternde Kommentare wie "... schönes Wetter heute, andere liegen jetzt in der Sonne, nur wie dürfen rechnen" zu reißen. Dazu kamen noch Stunden der Lebensberatung, die Herr Schoene gern in seine Unterricht einfügte. Wir werden im Studium an sie denken. falls wir auch nach fünfmaligen Durchlesen

Schoene: "Ist ?nen netter Beweis! Dauert

ungefähr... nicht lange!'.

immer noch nicht verstanden haben, was uns der Text sagen will. So kann man behaupten, daß in diesen zwei Jahren Herr Schoene fast mehr gelernt hat als wir, und einige Fragen bei ihm auch noch offen sind ("... fragen Sie mich, ich kann ihnen auch nicht helfen"). Der Dank für zwei Jahre bester Unterhaltung gilt auch meinen Mitstreitern, die es verstanden haben,mich immer wieder mit meinen Gedanken vom Unterrich abzulenken. Dank an Dagmar die es schaffte, den Unterricht zu stören, indem sie unser aufstrebendes Mathegenie Ophelia nach Sinn und Zweck der gerade angeschriebenen Zeile fragte, Björn dafür. daß er es fertig brachte einfache Sachverhalte möglichst kompliziert wiederzugeben, Hrvoje dafür, daß er trotz reger Nebentätigkeit eine richtige Antwort finden konnte und letztendlich dem Rest dieses Kurses, der zum Glück nicht immer wußte, wer mit dem Wischen der Tafel an der Reihe war ...

Mitspieler: Robert Dahlke. Andreas Discher, Hrvoje Dugalic, Detlef Dürr, Ophelia Engelhardt, Torsten Friebe, Björn Grothkast, Martin Hübner, Dagmar Kies, Nils Kulinna, Constanze Pfarr, Anja Röding, Sandra Schumann, Katja Täubert, Dirk und Michael Wagner, Markus Wehland und Cornelia Wittig.

Torsten Friebe

 


 

BIOLOGIE LEISTUNGSKURS

(Frau Cornelias. 3. & 4. Sem.)

Wie man zwei Jahre lang der Langeweile trotzt -ein Ratgeber für alle die, die es nach uns trifft! Genau wie wir alle nach uns kommenden Jahrgänge auf den angemessenen Umgang mit diesem Phänomen vorbereiten wollen, so wurden auch wir zu jener Zeit von unseren Vorgängern hinreichend aufgeklärt. Doch das Schicksal in seiner vollen Härte war auch für uns nicht abwendbar. Es traf uns zwar nicht unvorbereitet, doch dafür überrollte es uns förmlich. Am Anfang tat sie dies als fesche Motorradbiene. die im sexy Lederoutfit auftrat und mit ihren atemberaubenden Kurven die männlichen Kursteilnehmer aus der Fassung brachte. Sie blieb immer die Nr. 1, sowohl auf dem modischen Sektor als auch fachlich. Letzteres äußerte sich darin, daß keiner von uns den Lindner, pardon den Linder, so gut auswendig konnnte wie sie. Und die 20., überarbeitete Auflage des Linders bewirkte auch bei ihr einen Imagewandel: von der verruchten Motorradbraut zur seriösen Weltraumlady. Wie immer waren auch bei diesem neuen Outfit die Accessoires perfekt angepaßt. Wie gern hätten wir in ihren Schuhen gesteckt! Auch als Lehrkraft durchleuchtete sie eine Persönlichkeitsveränderung. Ihr anfänglich positives Auftreten und die interessante Unterrichtsgestaltung stellten sich bald als Schein heraus. In Wahrheit entpuppte sie sich als unfehlbare Biologie-Päpstin, die

"Man muß wissen, bis wohin man zu weit gehen kann " Choreograph (1889 - 1977) Jean Cocteau, frz. Schriftsteller

den Linder als Basis ihrer Existenz und ihres Handelns sieht. Allerdings ließ sie ihre Macht lieber die Schwächeren spüren, um auszuschließen, daß die Stärkeren sie wiederum ihre Macht spüren ließen. Gerechtigkeit war in diesem Kurs nur ein Wort, welches jeder für sich selbst in Anspruch nahm,

ohne ihm Gültigkeit für die Allgemeinheit einzugestehen. Die Jagd nach den Punkten bestimmte auch hier das Miteinander. Doch immerhin haben wir es ihr und der von ihr verbreiteten Langeweile zu verdanken, daß im Laufe der Zeit ein Zusammenhalt im Kurs entstand, denn nichts schweißt mehr zusammen als das Motzen gegen den Lehrer hinter dessen Rücken.

Stefanie Schütz + Manuela Rose

 


 

ENGLISCH LEISTUNGSKURS

(Frau Jäger)

Der zweite Englisch-Leistungkurs, 15 Schüler stark (falls tatsächlich mehr als acht anwesend waren, mußte schon etwas besonderes sein), wird wohl kaum in die Geschichte des Eckener-Gymnasiums eingehen, es sei denn, wegen seiner grundsätzlichen Mittelmäßigkeit.Die Hinterbänkler haben es in zwei harten Semestern nicht einmal gelernt, sich so zu unterhalten, daß zwar zum einen eine Verständigung möglich war, zum anderen aber auch die anderen nicht beim Comiclesen gestört beziehungsweise aufgeweckt wurden. Bliebe eine Zusammenfassung: Diejenigen von uns, die immer brav gearbeitet haben, wissen jetzt mehr Details über einige Kurzgeschichten ("Wie heißt der Hund, der in Zeile 25 auf der Seite 78 bellt?"), als die Autoren selbst.

Fabian Klasse

GESCHICHTE LEISTUNGSKURS

(Herr Flemming 1. & 2. Semester,

Herr Rauchfuß 3.& 4. Semester)

Eine Gemeinschaft, die durch zwei Kursfahrten fester zusammengeschweißt ist. Sie verstand es, die Lehrer auf lustige Art und Weise auf den Arm zu nehmen, und einem Lehrer (Herrn Flemming)fast den letzten Nerv zu rauben als man mit Tröten und Spacesounds seinen Unterricht verschönte. Über diesen Dingen stand "natürlich" der "Mister" Herr Rauchfuß.

Mitwirkende: Christiane May, Christiane Ueberall, Heike Müller, Franziska Lambek, Theresa Glombik, Gerold Gramse, Lars Szotofski, Lars Löhn, Justus Heratsch, Alexander Stielau, Paris Konstantinides, Torsten Krafczinski, Oliver Dänisch, Nino Rahy und Jens Kroll

Jens Kroll