Rückblick auf´s Abitur

ann fängst Du denn an zu lernen", "man, ist das viel Sto f f ", "was kommt denn nur dran"," ey, die Lehret geben ja überhaupt keinen Hinweis" etc.. so tönte es aus allen Ecken. Auch ich konnte all diese Fragen nicht beantworten und fing Silvester an mit lernen. Es war echt 'ne blöde Zeit, im Dunkeln (weil Winter) von drei Fächern drei Semester zu wiederholen und ständig die Ungewißheit im Nacken zu haben, ob es nun das gichtige ist, was man paukt. Irgendwann war der Punkt erreicht, da ging nix mehr. 'Blätter und Gri f f el wurden zur Seite gelegt und auf den 18.1.90 gewartet. Tja, und der kam prompt mit der 1. Klausur:

Nachdem jeder seinen Platz gezogen und das tuf blaue und gezählte Schmierpapier bekommen hatte und die Aufgaben verteilt wurden, legte sich langsam die Auf regung. In der Aula wurde es ruhig nach zeitweilig kritzeliger Handschrift konzentrierte man sich auf die Arbeit. Nach 3 Stunden war alles vorbei, und ich konnte es immer noch nicht fassen, da ich gerade meine 1. Abiturklausur geschrieben habe. Etwas, das vor Jahren wie ein unerreichbarer "Berg" vor mir lag, war nun überwunden. Verzeiht mir meine sentimentale Phase, aber wie schnell sind doch die 7 Jahre vergangen. Ich weiß noch, wie Schmitt in Klasse 8 sagte: "Jetzt seid ihr nicht mehr die kleinen, sondern die größeren!" Tja, un wat sind wa nu? " Die übrigen Klausuren verlief en ähnlich, jedoch bemerkte man, wie besonders nach der letzten Klausur allen ein Stein vom Herzen fiel. Die Frage, was kommt ran war gelöst! Aber die Frage, was kommt raus stand offen!

4 Monate lang, eine wie ich finde viel zu lange Zeit, saß man auf dem Trockenen und mußte, wenn manmal gerade nicht so ganz dem Unterrichtsgeschehen folgte, gleich die Drohungen "Na, wir sehen uns dann im Mündlichen oder "Schalten sie nicht ganz ab, es werden noch mündliche Prüf ungen angesetzt" vieler Lehrer hören. Ohne den kleinsten Hinweis ('Überraschung, ich sage nichts") mußten viele auskommen. Und dann ging es auf einmal alles ganz schnell: Leistungskursklausuren, Gesamtqualiffikation, Ergebnisse der schri f tlichen Arbeiten, Pf ingstf erien ... münd liches Abitur. Bei vielen war die Prüfung nur obligatorisch, andere mußten sich noch durch 3 Prüfungen quälen. Und dann stand man endlich im Lehrerzimmer, man bedenke das einzigste Mal wähnend der 7 Jahre, um die Noten zu erfahren. Mehr oder weniger f eierlich wurden die Ergebnisse vorgetragen und mehr oder weniger f reudig aufgenommen. Tja und das war nun das Abitur; das Zittern, Lernen, die Aufregung sind vorbei und ich kann mir noch nicht ganz vorstellen, nicht mehr zur Schule zu gehen. Allen Noch- Nicht-Abiturienten sei gesagt, so schlimm wie sich's anhört oder was die Lehrer daraus machen, ist es auch nicht. Man überlebt´s wie ihr seht!

Zum Schluß möchte ich sagen, daß die Oberstufe , abgesehen von manchen schulischen Veranstaltungen, f ür mich mit der Grundschulzeit die schönste Zeit war, da ich viele nette Leute kennengelernt habe und der Unterricht nicht so verkrampft abläuft, wie in der Mittelstufe.

Ok, Shalom dann und tschüß

Daniela Scheideck